14. Spieltag: Derby zum Auftakt des neuen Fußballjahres

Nachholspiel endet mit einem gerechten Unentschieden

Hatte der Wettergott Anfang Dezember das Derby durch eine weiße Schneedecke auf dem Roleber Geläuf noch verhindert, brannten nun alle Beteiligten darauf mit einem echten Highlight in das neue Fußballjahr zu starten. Formell noch Teil der Hinrunde, fühlte es sich an diesem Sonntag, nach einer etwas kürzeren Winterpause, eindeutig nach dem Beginn der Rückrunde an. Nachdem die Winterpfunde fleißig abgearbeitet wurden, wollten natürlich beide Teams mit einem positiven Ergebnis starten und waren dementsprechend eingestellt. Und wie es nun mal so ist: Derby ist halt Derby! Daher war auch keine Extramotivation bei einem der sich bestens bekannten Teams notwendig. Trotz vereinzelter Schneeflocken rollte der Ball dann pünktlich um 15:00 Uhr wieder!

Trotz aller Vorfreude merkte man das bei beiden Mannschaften noch etwas Sand im Getriebe war. Der Gastgeber überließ dem als Spitzenreiter angereisten Gast das Spielgeschehen und wollte selbst über schnelle Konter zum Erfolg gelangen. So entwickelte sich zunächst ein Geduldsspiel. Für den ersten Wachmacher der Partie sorgte dann Tobias Kadow, der eine maßgenaue Flanke von der rechten Seite gegen den Querbalken des Gastgebers setzte. Die Mannschaft vom Finkenberg übernahm nun zunehmend die Spielkontrolle, musste allerdings nach wie vor auf die gefährlichen Gegenstöße der Heimmannschaft achten, welche häufig vielversprechend begannen, aber am letzten Pass scheiterten. Aber auch im Ennerter Angriffsspiel wurde die entscheidende Durchschlagskraft noch vermisst. So musste ein Standard für den ersten Treffer der Kreisliga A im Jahr 2018 herhalten. Nach einer missglückten Klärungsaktion der Ennerter Hintermannschaft nach einem Eckball, hatte der Angreifer leichtes Spiel und versenkte das Spielgerät aus kürzester Distanz im Gehäuse des Tabellenführers. 26. Minute, 1:0. Der Gegentreffer schien die Jungs des Trainerduos Vallone/Blanco zumindest wachgerüttelt zu haben, so dass nun eine andere Intensität in den Aktionen merklich zu spüren war. So gelang es Marc Nienaber nur wenige Minuten später, nach einer ansehnlichen Kombination durchs Mittelfeld, den Ball wuchtig mit seiner gefürchteten linken Klebe im gegnerischen Netz unterzubringen. 30. Minute, 1:1. Die Ennerter Mannschaft spielte sich in der Folge immer wieder in die Nähe des Strafraums konnte aber bis zur Halbzeit keine wirkliche Torgefahr mehr entfachen. Halbzeit.

Der Spitzenreiter kam mit deutlich mehr Schwung aus der Pause und zeigte, dass man sich noch bisschen was vorgenommen hatte. Schon kurz nach Wiederanpfiff war es Dominik Schmitz der einen Patzer in der Hintermannschaft der Gastgeber nutzen konnte und das Tor zur Ennerter Führung markierte. 49. Minute, 1:2. Das Spiel nahm nun spürbar Fahrt auf und die Zweikämpfe wurden giftiger. Die Gäste wollten die Entscheidung und auch Roleber erhöhte zunehmend das Risiko. In der Folge ergaben sich mittelmäßige Chancen auf beiden Seiten. Wie schon in Durchgang eins war es dann ein scheinbar ungefährlicher Standard der Heimmannschaft, der dem Tabellenführer zum Verhängnis wurde. Ein langgezogener Freistoß, bei dem die gesamte Ennerter Hintermannschaft in einen temporären Winterschlaf verfallen war, konnte am zweiten Pfosten eingenickt werden. 73. Minute, 2:2. Dies sollte allerdings nicht der letzte Aufreger des Spiels gewesen sein. Nur weniger Minuten später rieb sich das komplette Stadion die Augen als die Gäste eine dreifach Chance aus kürzester Distanz nicht im gegnerischen Tor unterbrachten. Spätestens an dieser Stelle schlich sich das allgemeine Gefühl ein, dass dieses Spiel wohl ohne Sieger endet. Denn auch der Gastgeber ließ einige gute Kontergelegenheiten durch Ungenauigkeiten relativ harmlos verpuffen. Abpfiff, BSV Roleber : SV Ennert 2:2.

Am Ende des Tages trennten sich die beiden Mannschaften mit einem gerechten Unentschieden. Die Bereitschaft war auf beiden Seiten zu spüren, allerdings hatte der Winter wohl doch etwas mehr Sand ins Getriebe gespült, als ursprünglich angenommen. Für die Mannschaft vom Finkenberg heißt es: Nach dem Highlight ist vor dem Highlight. So kommt es am nächsten Spieltag direkt zum Kracher gegen den Tabellendritten aus Sechtem. Es gilt also eine hohe Hürde zu nehmen. Daher freut sich die Mannschaft natürlich wieder über zahlreiche Unterstützung bei diesem schwierigen Auswärtsspiel. (MK)

Come on SVE!

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