18. Spieltag: Ärgerlicher Punktverlust in der Schlussminute

Nach zweiwöchiger Pause stand für die SVE das erste Heimspiel des Jahres an. Zu Gast war der Aufsteiger aus dem Vorgebirge. Tabellarisch schien die Sache relativ klar zu sein. Der Tabellendritte traf auf den Dreizehnten. Allerdings war allen Beteiligten der Heimmannschaft bewusst, dass das an diesem Sonntag eine richtige harte Nuss werden sollte. Der Gast aus dem Vorgebirge erwies sich schon im Hinspiel als spielstarker und kämpferischer Gegner, mit dem man große Mühe hatte. Generell punkten die Gäste mit Vorliebe gegen die Mannschaften des oberen Tabellendrittels. Daher wurde der tabellarischen Situation auch nicht allzu große Bedeutung beigemessen. Über die guten alten Tugenden Einsatz, Wille und Laufbereitschaft wollte man auf Seiten der SVE zum Erfolg kommen. Bei angenehmen Frühlingstemperaturen und einer tollen Kulisse konnte also das Fußballjahr 2018 auf dem Finkenberg eröffnet werden.

Von der ersten Minute an wurde sich auf beiden Seiten nicht geschenkt, so dass es immer wieder zu umkämpften, aber nicht unfairen Duellen kam. Der Gast war zunächst leicht feldüberlegen und zeigte vielversprechende Ansätze. Nach rund einer Viertelstunde kam die SVE besser in die Partie und konnte nun längere Passstafetten für sich verzeichnen. Nach einem ersten Warnschuss durch Thomas Weisskopf, war es Florian Denz, der mit einem ansehnlichen Freistoß den Torreigen an diesem Tag eröffnete. 17. Minute, 1:0. Bis zur Halbzeit sollte sich eine ausgeglichene Partie entwickeln. Dabei hatte Thomas Weisskopf die größte Chance um einen noch größeren Vorsprung herauszuschießen. Allerdings erwies sich der Winkel etwas zu spitz, nachdem der Ennerter Angreifer den Ball am Torwart vorbei gespitzelt hat und im Anschluss nur das Außennetz traf. Die gefährliche Offensivabteilung trat in der ersten Halbzeit durch ansehnliche Distanzschüsse in Erscheinung. So ging es mit lediglich einem Treffer in die Kabine.

Der Gastgeber vom Finkenberg kam besser aus der Kabine und kontrollierte nun das Spiel. So ergaben sich eine Reihe ansehnliche Möglichkeiten, die allerdings allesamt vergeben wurden. So bedurfte es dem deutlich anspruchsvolleren Abschluss des an diesem Tag besten Mann auf dem Feld um auf 2:0 zu stellen. Nach einem Pass in die Schnittstelle der Abwehr, blieb dem Gästetorhüte nichts anderes übrig als den Ball unkontrolliert ins Mittelfeld und somit in die Füße von Florian Denz zu klären. Annahme, einmal den Kopf heben, den Ball wie an einer Schnur gezogen aus 45 Metern versenken: Check. 70: Minute, 2:0. Dies sollte aber nur der Auftakt zu wilden zwanzig Schlussminuten sein. In dieser Phase schien die SVE dem nächsten Treffer näher als die Gäste, die sich allerdings zu keiner Sekunde aufgaben und weiter alles reinhauten. So fiel der Anschlusstreffer auch durch gütige Mithilfe diverser Spieler der SVE. Zunächst lief man sich am gegnerischen Sechzehner gegenseitig über den Haufen ehe man es zweimal verpasst den Ball zu klären und stattdessen dem gegnerischen Angreifer den Ball noch mustergültig vorlegte. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und brachte den Ball trocken im kurzen Eck unter. 74. Minute, 2:1. Die Gäste hatten jetzt Morgenluft gewittert und spielten risikoreich nach vorne, was sich 10 Minuten später auszahlen sollte. Mit einem ansehnlichen Seitfallzieher der Kategorie „mach es lieber nicht“ versenkte der Gästespieler im unteren Eck. 83. Minute, 2:2. Doch zeigte der Gastgeber in dieser Situation die Moral, die ihn in dieser Saison schon so oft ausgezeichnet hatte. Nach einer Ecke nur eine Minute später war es Kevin Schopphoven, der in absoluter Schoppi-Manier, das Ding aus spitzem Winkel via Außenrist in den hinteren Knick nagelte. 84. Minute, 3:2. Das sollte es allerdings immer noch nicht gewesen sein. In der Folge verteidigte die SVE das Ergebnis recht souverän, allerdings gibt es ja immer diese eine letzte Aktion, diese eine letzte Hereingabe. Auch diese schien gelöst zu werden, eher der Gästeangreifer, umringt von gleich vier Ennertern Spielern, ohne Not von den Beinen geholt wurde. Beim berechtigten Elfmeter hatte Moritz Bechtel anschließend keine Chance. Abpfiff, SV Ennert vs. SV Vorgebirge 3:3.

Am Ende eines turbulenten Spiel ein gerechtes Ergebnis. Die SVE versäumte es das Spiel früher zu entscheiden, so dass sich die starken Gäste aus dem Vorgebirge den Punkt letztendlich erkämpften. Auch wenn der Frust über den später Ausgleich unmittelbar nach dem Spiel überwog, war die Partie definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, um zurück in die Erfolgsspur zu gelangen. Dies soll dann am kommenden Sonntag gelingen. Die Mannschaft tritt in der kommenden Woche die lange Reise zum Lokalrivalen nach Beuel an, die sich in einer ähnlichen Situation wie die Mannschaft vom Finkenberg befindet. Es ist also angerichtet: Spitzenspiel, Derbytime, SV Beuel vs. SV Ennert. Man munkelt, es könnte heiß hergehen. Also kommt und unterstützt die Jungs bei der Mutter aller Derbys. (MK)

Come on SVE!

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