21. Spieltag (vorgezogen): Verdiente Niederlage im Spitzenspiel

Fahriges Auftreten führt zu Niederlage im Spitzenspiel

Mit dem Ende der jecken Tage und der einsetzenden Fastenzeit stand an diesem Sonntag der offizielle Rückrundenstart und somit das Tagesgeschäft Fußball wieder auf dem Plan. Und die SVE sollte direkt mit einem echten Highlight starten. Die jährliche Auswärtsfahrt zur Salia nach Sechtem stand auf dem Programm. Das enge Hinspiel sowie die aktuelle Tabellensituation im Hinterkopf erwartete man auf Ennerter Seite einen echten Brocken zum Auftakt. Die Ausgangslage war relativ eindeutig. Gewinnt die SVE würde man einen der ärgsten Verfolger zunächst einmal früh distanzieren, gewinnt die Salia würde die Spitze unmittelbar zusammenrücken. Es stand also schon früh im Jahr einiges auf dem Spiel. Pünktlich zum Rückrundenstart kämpfte sich die Sonne durch und bescherte der ansehnlichen Kulisse einen perfekten Rahmen für die Partie.

Gemäß der ausgegebenen Marschroute standen die Gäste zunächst tief in der eigenen Hälfte und legten den Fokus auf eine geordnete Defensive. Auch der Gastgeber startete relativ zurückhaltend, so dass sich in den ersten 10 Minuten abgetastet wurde. Ohne ersichtlichen Grund begann man im Ennerter Aufbauspiel zunehmend den Gegner zum Tore schießen einzuladen. Eklatante Fehlpässe, ohne größeren Druck des Gastgebers, führten zu einer Reihe von guten Torchancen für die Heimmannschaft, welche aber noch allesamt vergeben wurden. Allerdings konnten auch die Gäste vereinzelte Nadelstiche über die Außen setzen, die zu Unruhen im gegnerischen Sechzehner führten. Dennoch bekam der Tabellenführer die Fahrigkeit im Aufbauspiel nicht unter Kontrolle, so dass es kam wie es kommen musste. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld, kam der Gastgeber nach schnellem Spiel in die Spitze zum Abschluss. Den ersten Schuss konnte Torhüter Moritz Bechtel zunächst noch parieren, gegen den Abstauber war er dann aber machtlos. 30. Minute, 1:0. In der Folge intensivierte man auf Ennerter Seite die Offensivbemühungen zwar dezent, doch man bekam die Unkonzentriertheit in weiten Teilen der Mannschaft nicht in den Griff. So ging dem zweiten Gegentreffer abermals fehlende Entschlossenheit und Konzentration voraus. Nach einem Eckball für Sechtem warteten alle Gästespieler auf das Spielgerät, der Sechtemer Angreifer hingegen ging dem Ball einen Schritt entgegen und spitzelte den Ball über die Linie. Symptomatisch für die erste Hälfte. 41. Minute, 2:0. Doch wollte der Spitzenreiter die Partie nicht einfach herschenken und antwortete postwendend. So war es Thomas Weisskopf der sich zwischen Abwehrspieler und Torwart schob und einen nachlässigen Rückpass eroberte, welchen er uneigennützig auf Sturmpartner Tobias Kadow ablegte, der mit grazienhafter 180 Graddrehung aus kürzester Distanz verkürzte und für neue Hoffnung vor dem Pausenpfiff sorgte. 42. Minute, 2:1.

Mit dem Vorsatz, die Dinge in der zweiten Halbzeit deutlich besser zu machen, ging es für die Männer von Vallone/Blanco raus in die zweite Hälfte. Und die Pausenansprache schien zunächst gefruchtet zu haben. Nach einer maßgenauen Flanke von Kay Stuch, verpasste der Gästeangreifer aus kürzester Distanz den Ball mit dem Kopf im gegnerischen Gehäuse zu versenken. Allerdings war dies für lange Zeit auch erst mal die letzte nennenswerte Chance. Zwar konnte man die Heimmannschaft durch eine kompromisslosere Spielführung nun besser vom eigenen Tor fernhalten, doch ergab sich nun ein wenig ansehnliches Spiel. Dennoch zeigte sich Sechtem weiterhin als das spielbestimmende Team, welches in der Folge die alte Differenz wiederherstellen sollte. Nach einer Hereingabe über die linke Seite, hatte der Angreifer leichtes Spiel und drückte den Ball aus kürzester Distanz mit dem Kopf über die Linie. 65. Minute, 3:1. Naturgemäß machten die Gäste im weiteren Verlauf zunehmend auf, was dem Gastgeber Räume zum Kontern gab. Allerdings hatte man an diesem Tag nicht mehr das Gefühl, dass die Mannschaft vom Finkenberg den roten Faden im eigenen Spiel finden würde. So dauerte es auch bis in die Schlussminute ehe, nach einer vorausgegangenen Notbremse des Torwarts, Thomas Weißkopf per Strafstoß den Anschluss besorgte. 90. Minute, 3:2. Die Hoffnung auf den berühmtberüchtigten „lucky punch“ war allerdings vergebens. Die Gastgeber drehten die verbliebenen Minuten geschickt an der Uhr und ließen keinerlei Chance mehr zu. Abpfiff, Salia Sechtem : SV Ennert 3:2.

Alles in allem hat die bessere und vor allem die Mannschaft mit dem größeren Willen an diesem Tag verdient gewonnen. Glückwunsch an die Salia aus Sechtem, die das Rennen um die oberen Tabellenplätze nun wieder komplett offen gestaltet hat. Für die Mannschaft vom Finkenberg heißt es nun in den nächsten Wochen konzentriert zu arbeiten und sich wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen. Gerade die Punkte Wille und Bereitschaft müssen in den nächsten zwei Wochen zu alter Stärke gelangen, damit das Auswärtsspiel bei Altendorf-Ersdorf erfolgreich gestaltet werden kann und man zurück in die Spur gelangt. Nächste Woche hat die Mannschaft spielfrei. Die Truppe freut sich dann, zum Abschluss der drei Spieltage dauernden Auswärtstour, wieder über viele Anhänger in Altendorf. (MK)

Come on SVE!

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