25. Spieltag: Lastminute-Treffer sichert drei Punkte!

Nach dem verkorksten Auftritt gegen die Fortuna aus Bonn eine Woche zuvor, wollte das Trainerteam Vallone/Blanco eine Reaktion sehen. Die Widergutmachung sollte bei der Germania aus Hersel gelingen. Von der Tabellensituation her eigentlich eine klare Angelegenheit. Allerdings steckt die Germania mitten im Abstiegskampf und kämpft seit Wochen um jeden Punkt. Zwar blieben die großen Erfolgsergebnisse dabei zumeist aus, doch wartete der Gastgeber häufig mit äußerst knappen Ergebnissen auf. Daher erwartete man einen giftigen Gegner, der versuchen würde einem das Leben so schwer wie möglich zu machen. Selbst mit einer Rumpftruppe angereist, galt es also für die SVE hochkonzentriert an die Aufgabe ranzugehen.

Und für die Gäste hätte das Spiel gar nicht besser beginnen können. Nachdem Paul Kirschner über die linke Seite freigespielt wurde und in den Strafraum eindringen konnte, war es Tobias Kadow der den Querpass nach nur wenigen Minuten nur noch über die Linie schieben musste. 5. Minute, 0:1. Statt die Kontrolle über das Spiel nun vollends zu übernehmen, wurde das Spiel der Männer vom Finkenberg nun zunehmend schlampig. Hersel und Ennert spielten sich in schöner Regelmäßigkeit die Bälle gegenseitig in die Füße. So führte dann auch ein eklatanter Fehlpass in der Ennerter Defensive nur kurze Zeit später zum Ausgleich. Der Stürmer der Gastgeber bekam den Ball quasi auf dem Silbertablett serviert und hatte freie Bahn auf das Ennerter Gehäuse, wo er dann überlegt querlegte. 11. Minute, 1:1. Das fahrige Spiel beider Mannschaften sollte sich auch in der Folge fortsetzen. Abermals nur 5 Minuten später, erwischte ein Spieler der Gastgeber den Ball nach einem abgeprallten Eckball perfekt und schweißte den Ball unhaltbar im Knick ein. 16. Minute, 2:1. Allerdings waren es nun wiederum die Herseler, die es nicht schafften die Führung zu nutzen und etwas Ordnung in die eigenen Reihen zu bringen. So war es Paul Kirschner, der postwendend für den Ausgleich sorgte. Ein langgezogener Freistoß aus dem Halbfeld flog an Freund und Feind vorbei, titschte noch einmal tückisch im Sechzehner auf und landete letztendlich im Netz der Heimmannschaft. 22. Minute, 2:2. Damit war das Hin und Her der ersten Hälfte allerdings noch lange nicht beendet. Mit der nächsten Chance gelang den Gästen vom Finkenberg die erneute Führung. Nach einem Einwurf von Ed Long Nakasila war es Marc Nienaber, der den Ball vor seinem Gegner abschirmte und mit einem Schuss aus der Drehung den Ball versenkte. 31. Minute, 2:3. Mit dem Pausenpfiff war dann die Germania aus Hersel wieder aus der Reihe. Ein langer Ball genügte, um die Ennerter Defensive auszuhebeln, so dass der Stürmer im 1 gegen 1 die Nerven behielt. Halbzeit, 3:3. Trotz der Torflut in der ersten Hälfte sahen die Zuschauer bis hierhin ein Spiel auf äußerst schwachem Niveau.

Das Niveau sollte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht wirklich ändern. Allerdings standen jetzt beide Defensivreihen verbessert, so dass beide Mannschaften nur noch vereinzelt zu guten Gelegenheiten kamen. So entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, dass vor allem durch lange Bälle geprägt war, wobei Hersel vor allem zum Ende des Spiels die wohl besseren Chancen für sich verbuchen konnte. Als sich beide Mannschaften mehr oder weniger mit dem Unentschieden an diesem Tag abgefunden hatten, schlugen die Gäste aber noch einmal zu. Anscheinend hatte man sich die ansehnlichste Kombination der Halbzeit für die Schlussminute aufbewahrt. Nach einer Kombination in das gefährliche Drittel der Gäste waren es Florian Denz und Tobias Kadow, die mit einem ansehnlichen Doppelpass, die komplette Hintermannschaft der Gastgeber aushebelten. Florian Denz besorgte letztendlich mit der guten alten Picke den Endstand und sicherte der Mannschaft vom Finkenberg die drei Punkte. Abpfiff, Germania Hersel:SV Ennert, 3:4.

Trotz einer schwachen Leistung sichert sich die SVE drei Punkte und festigt ihren dritten Tabellenplatz. Allerdings kann von der geforderten Reaktion auf dem Platz nach diesem Spiel keine Rede sein. Will man in der kommenden Woche gegen die formstarken Jungs aus Niederbachem etwas Zählbares holen, muss man sich in allen Bereichen steigern. Doch hat die Mannschaft gerade in dieser Saison oft genug bewiesen, dass sie dazu in der Lage ist. Daher freut man sich auf ein intensives Spiel auf dem heimischen Finkenberg am kommenden Sonntag. (MK)

Come on SVE!

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