6. Spieltag: Heimspielsieg auf dem Finkenberg

Mit der Salia aus Sechtem war am vergangenen Sonntag ein echter Brocken auf dem Finkenberg zu Gast. Vor der Saison als Mitfavorit auf den Aufstieg gehandelt, bestätigte die eingespielte Truppe die Einschätzung im bisherigen Saisonverlauf. Mit 13 von 15 möglichen Punkten wiesen die Gäste bis dato eine nahezu makellose Bilanz auf. Auch aus den Vorjahren waren die Männer vom Trainerteam Vallone/Blanco gewarnt, da man in den vergangenen Partien gegen Sechtem nicht die beste Figur gemacht hatte. Dies galt es in diesem Jahr besser zu machen.

Ab der ersten Minute zeichnete sich das erwartet intensive und schwere Spiel ab. Sechtem presste von Beginn an sehr hoch und setzte die Ennerter Mannschaft schon am eigenen Sechzehner unter Druck. Erst nach ein paar Minuten kam die Heimmannschaft besser ins Spiel und konnte sich vom Druck der Gäste befreien. So konnte man das Spiel zunehmend in die gegnerische Hälfte verlagern. War in den vergangenen Wochen speziell die Chancenverwertung ein großes Manko, zeigte sich die SVE an diesem Tag äußerst effektiv. Nach einem Eckball von Florian Denz, war es Afeez Olafaju, der den aufgerückten Denis Krause bediente, welcher den Ball unbedrängt, aber akrobatisch in den Knick wuchtete. 10. Minute, 1:0. Mit der Führung im Rücken übernahm der Gastgeber nun das Kommando. So konnte man immer wieder durch schnelle Angriffe einige gefährliche Situationen heraufbeschwören, die allerdings nicht konsequent ausgespielt wurden. Dennoch kam man immer wieder zu Chancen, die entweder vom starken Gästetorhüter vereitelt oder neben das Tor gesetzt wurden. Obwohl die SVE das spielbestimmende Team war, musste man sich immer wieder vor dem schnellen Spiel in die Spitze der Gäste in Acht nehmen. So kam es dann, dass eine Hereingabe der Gäste aus kürzester Distanz an die Hand eines Ennerter Verteidigers sprang. Da das Ganze im Sechzehner stattfand, entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Allerdings war es Jens Renkel, der seine starke Form aus der Vorwoche konservieren konnte, der bei dem anschließenden Elfmeter die Nerven behielt und das Duell für sich entscheiden konnte. Im Anschluss gelang es der SVE aus der Überlegenheit Kapital zu schlagen. Nach einem Missverständnis a la „Nimm du Ihn, ich habe Ihn sicher“ war es Paul Kirschner der geistesgegenwärtig den Ball aus kurzer Distanz im gegnerischen Gehäuse versenkte. 29. Minute, 2:0. Wer nun dachte, dass sich das Spiel etwas entspannen würde, sah sich eines Besseren belehrt. Nur zwei Minuten später verkürzte der Gast, durch einen wie am Reißbrett entworfen Spielzug. 31. Minute 2:1. Bis zur Halbzeit passierte nun nicht mehr viel, obwohl die SVE optisch überlegen war. So ging es mit einer verdienten Führung in die Pause.

Trotz aller guten Vorsätze, starteten die Jungs vom Finkenberg äußerst ungünstig in die zweite Hälfte. Ein langer Ball genügte, um die komplette Ennerter Hintermannschaft auszuhebeln, so dass der Gästestürmer leichtes Spiel hatte. 48. Minute, 2:2. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch in denen sich die Phasen der Überlegenheit auf beiden Seiten abwechselten. So kam es auf beiden Seiten immer wieder zu guten Torchancen. Das Spiel wurde auf beiden Seiten kämpferisch nun intensiver. Bis kurz vor Schluss schien der Ausgang des Spiels völlig offen. Die Entscheidung sollte erst in der Schlussminute der regulären Spielzeit fallen. Nach einer strammen Hereingabe durch Kevin Schopphoven über die rechte Seite, entschied der Schiedsrichter abermals auf Handelfmeter. In einem, für die einen „unglücklichen“, für die anderen psychologisch wichtigen Zeitpunkt, lag es an Domenic Wenzke für die Entscheidung zu sorgen. Allerdings scheint der Begriff Nerven ein Fremdwort für den jungen Mann zu sein, so dass der Ball unhaltbar im den rechten oberen Knick zappelte. Abpfiff, SV Ennert: Salia Sechtem 3:2.

Nach einem intensiven Spiel mit emotionalem Ende waren alle 22 Akteure auf dem Feld im Anschluss in der Lage sich in die Augen zu schauen und die Hand zu reichen – so wie es eben auch sein sollte. Die SVE gewinnt gegen den erwartet starken Gegner, insbesondere aufgrund der ersten Halbzeit, verdient. Nun heißt es in der kommenden Woche beim Aufsteiger aus Flerzheim, diese Leistung zu bestätigen. (MK)

Come on SVE!

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